Chronik

Ausstellungen wurden jährlich im Volkshaus durchgeführt, allerdings reichte die Kapazität bald nicht mehr aus, so wurde ein Spartenwettbewerb mit benachbarten Sparten ausgeschrieben, bei dem 30 Tiere pro Sparte ausgestellt werden durften. Die Sieger erhielten Prämien in Form von Futtermitteln.Die engagierten Zschorlauer Züchter konnten mehrmals als bestes Spartenkollektiv ausgezeichnet werden. Am 08.04.1967 feierten die Zschorlauer Züchter ihr 100-jähriges Bestehen. Viele verdienstvolle Mitglieder erhielten Auszeichnungen in Form von Ehrennadeln.Zur Jubiläumsausstellung wurden 684 Tiere gezeigt. Kleintierzucht bedeutete meist Familientradition. So beispielsweise war Louis Georgi von 1902 bis 1905 Vorsitzender des Vereines, sein Enkel Kurt Voigt übernahm selbige Funktion von 1965 bis 1995.Hugo Georgi war ein bekannter Preisrichter auch über Sachsens Grenzen hinaus, sein Onkel Armin Günthel setzte sein Werk fort. Karl Rehm war ein versierter Züchter, sein Enkel Roland begleitete später das Amt des Schriftführers im Verein. Die Aufzählung könnte erweitert werden.Die gute züchterische Arbeit setzte sich fort. Staatsehrenpreise für Max Reinwarth und Dietmar Pechstein sind u.a. ein Beleg dafür.Die Züchter engagierten sich auf vielerlei Art. Da beispielsweise in den 50-ziger Jahren der Besitz eines eigenen PKW eher Seltenheit war, wurden die Tiere mit Schlitten oder Handwagen zu den Ausstellungen gefahren. Zu Schauen außerhalb der Kreisgrenze saßen die Zuchtfreunde im Lastwagen auf Strohballen.1989 fand die letzte Siegerausstellung in Markkleeberg statt, der VKSK befand sich in der Auflösung nach 30-jährigen Bestehen.Erfolgreiche Züchter dieser Jahre waren:Horst Lang ( seine Thüringer Weißschwänze erhielten in Ungarn den Champion), Karl Mehnert, Stephan Lang, Martin Müller, Kurt Voigt, Karl Zettl, Udo König.Diese Zuchtfreunde erhielten auf ihre Tiere mehrmals die Bestbenotung „ Vorzüglich“.Zudem erhielten Kurt Fischer, Martin Müller und Kurt Voigt vom Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter die Bundesnadel in Gold und Karl Mehnert und Udo König in Silber. Fast unmittelbar nach der politischen Wende nahmen die Zschorlauer Züchter nach Oberfranken Kontakt auf. In Münchberg und Dietenhofen fanden sie Gleichgesinnte. Es entwickelte sich ein reger Erfahrungsaustausch. Familiäre Kontakte bestehen seitdem fort.Im Jahr 1990 wurde durch die Wende eine neue Vereinssatzung benötigt. Unterstützung erhielten die Zschorlauer Zuchtfreunde dabei von den befreundeten Züchtern aus Münchberg.Am 09.11.1991 wurde die Namensänderung des Vereins einstimmig beschlossen, von da ab nannten sie sich „ Rassegeflügelzuchtverein Zschorlau von 1867 e. V.“ Die Vereinsarbeit nach der politischen Umstrukturierung war schwierig, aber es wurde weiterhin darauf bestanden, jedes Jahr eine Ausstellung zu organisieren. Hauptsächlich fehlte es an finanziellen Mitteln. Es wurden und werden immer wieder Sponsoren gebraucht, um die Kosten abdecken zu können. Die Registrierung des Vereins erfolgte am 19.03.1992 am Kreisgericht Aue. Im Jahr 1995 wurde erstmals ein Kleintiermarkt eingeführt, leider war der erste nur mäßig besucht von Käufern und Verkäufern, aber man ließ sich nicht entmutigen. Ab genanntem Jahr durften zum ersten Mal am Volkstrauertag und am Totensonntag Ausstellungen durchgeführt werden, dass galt aber nur für den Raum Aue. Man versuchte mit der Zeit zu gehen, es fehlt aber der züchterische Nachwuchs. Die Jugend hat weniger Interesseund die Möglichkeiten der Tierhaltung werden immer mehr eingeschränkt.Die Züchter gaben bei der Jugendarbeit nicht auf so konnte der Zschorlauer Nachwuchs 1999 wieder bei einer Kreisjugendgeflügelschau teilnehmen. 2002 war dann der erste Höhepunkt - Sabine Förster wurde Jugendkreismeister.